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CHEMO-PAUSE

  • tanja0563
  • vor 3 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 10 Stunden

Gute Nachrichten: Die Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) vom Bauchraum (Abdomen) war "stabil". Somit fiel es meinem Onkologen leicht, meinem Wunsch nach einer Therapiepause zuzustimmen. Die nächste Kontrolle ist dann an Aschermittwoch. Da freue ich mich!! Es ist wirklich ein schönes Gefühl von Freiheit. Die ich nicht für eine Kreuzfahrt in der Karibik nutze, sondern um mich zu entgiften, zu Kräften zu kommen und mich um mein Leben hier zu kümmern.


Als ich fragte, ob mir vielleicht noch irgendwelche Vitamine oder so fehlen, die diese extreme Abgeschlagenheit und Schwäche erklären, erklärte mein Onkologe mir nochmal, dass diese Chemo eine "kontrollierte" Vergiftung sei, bei der man einfach schauen muss, wieviele Gaben man "aushält". Aus Spaß habe ich gerade mal die KI befragt, wieviele Zyklen den "normal" sind. Die sagt:


"In der Onkologie gibt es für die Kombination aus Gemcitabin und Vinorelbin keine starre Obergrenze, wie man sie etwa von Herz-belastenden Mitteln (Anthrazyklinen) kennt. Wie viele Zyklen man „aushält“ oder durchläuft, hängt primär von zwei Faktoren ab: der Wirksamkeit (spricht der Tumor an?) und der Verträglichkeit (wie reagiert der Körper?).

Hier sind die üblichen Richtwerte und Faktoren, die über die Dauer entscheiden:


1. Die typische Zyklenanzahl

In klinischen Leitlinien (z. B. beim nicht-kleinzelligen Lungenkrebs oder Lymphomen) wird diese Kombination meist wie folgt geplant:

  • Standard: In der Regel werden 4 bis 6 Zyklen angestrebt.

  • Evaluation: Nach etwa 2 bis 3 Zyklen erfolgt meist ein „Staging“ (CT oder MRT). Wenn der Tumor schrumpft oder stabil bleibt und die Nebenwirkungen im Rahmen sind, wird die Therapie fortgesetzt.

  • Palliative Situation: Wenn das Ziel die reine Symptomkontrolle ist, kann die Therapie so lange gegeben werden, wie sie nützt und nicht zu sehr belastet. (MEIN FALL)


2. Was begrenzt die Anzahl der Zyklen?

Dass man die Therapie abbrechen oder pausieren muss, liegt meist an der kumulativen Toxizität – also Nebenwirkungen, die sich mit der Zeit aufsummieren:

  • Blutbild (Myelosuppression): Das ist meist der entscheidende Faktor. Gemcitabin und Vinorelbin drücken beide auf die Knochenmarkfunktion. Wenn die weißen Blutkörperchen (Neutrophile) oder die Blutplättchen (Thrombozyten) nach jedem Zyklus langsamer steigen, müssen Pausen verlängert oder die Dosis reduziert werden.

  • Erschöpfung (Fatigue): Mit jedem Zyklus nimmt oft die allgemeine Kraft ab. Diese chronische Müdigkeit ist oft der Grund, warum Patienten nach 6 Zyklen eine Pause benötigen.

  • Nervenschädigungen (Neuropathie): Vinorelbin kann Kribbeln oder Taubheit in Fingern und Füßen verursachen. Wenn dies zunimmt, ist das ein Warnsignal zum Stoppen. (ACH, ICH DACHTE DAS KOMMT VON DER STENOSE IM RÜCKEN!)

  • Venenreizung: Beide Medikamente können die Venen reizen. Bei vielen Zyklen ist daher oft ein Port-System ratsam, um die Gefäße zu schonen. (HAB ICH!)


3. "Aushalten" vs. Lebensqualität

Die moderne Onkologie folgt meist dem Prinzip: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. * Studien haben gezeigt, dass mehr als 6 Zyklen in der Erstlinientherapie oft keinen zusätzlichen Überlebensvorteil bringen, aber die Lebensqualität durch die Nebenwirkungen deutlich verschlechtern. (SIC!!)

  • Manchmal wird nach einer intensiven Kombinationsphase auf eine Erhaltungstherapie mit nur einer der beiden Substanzen umgestellt, was meist deutlich besser verträglich ist.


Wichtiger Hinweis: Diese Informationen dienen der allgemeinen Orientierung. Die Entscheidung, wie viele Zyklen in Ihrem spezifischen Fall sinnvoll sind, trifft Ihr Onkologe basierend auf Ihren Blutwerten und dem Ansprechen des Tumors."


Tja, und nun darfst Du dreimal raten, wieviele Gaben ich davon bekommen habe. Wenn ich richtig gezählt habe, sind es (seit Anfang Mai 25) einundzwanzig Dosen gewesen. Nun bin ich nicht ganz sicher, ob Zyklus und Dose/Gabe dasselbe ist. Mai bis August war ja immer eine Woche Chemo, zweite Woche Chemo, dritte Woche Pause. Und das war dann ein Zyklus glaube ich. Danach war jede zweite Woche Chemo. Was dann ein Zyklus ist, ist mir auch nicht klar.


Aber auf deutlich mehr als sechs Zyklen komme ich allemal. Und nach der letzten Gabe Mitte Dezember war ich an einen Punkt gekommen, wo auch für mich dann die Belastung größer war als der Nutzen.



Nun also erstmal Pause bis nach Karneval. Schön. Aber mir liegt daran, es nochmal in den Zusammenhang zu setzen. Metastasen habe ich ja nicht nur im Bauchraum, sondern auch woanders. Aber wenn die Lage im Bauchraum stabil ist, ist sie es ja vielleicht auch woanders.


Heute abend kommt Emilia aus Berlin zurück und ich gehe endlich mal wieder zum Evergreen-Chor. Hab seit dem Auftritt Mitte November nicht mehr mitgesungen!!

 
 
 

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