Träumen
- tanja0563
- vor 6 Tagen
- 2 Min. Lesezeit

Heute passiert nicht mehr viel, da kann ich auch schon schreiben, während die Ragazzis einkaufen. Das Wetter ist nun nur noch unwesentlich besser als zunächst erwartet...aber bis eben habe ich draußen im Windschatten des Hauses auf einer Yoga-Matte gelegen! Und bis zum Brunnen und bis zu Christine bin ich auch schon gelaufen. Es geht auch schon besser.

Gestern abend war der Online-Stammtisch von uns Moderatorinnen des Netzwerks "Leben mit Metastasen". Das war sehr nett. Außerdem habe ich erfahren, dass ich zum "Meta-Day" 28-31. Mai in Fulda ab Bonn mit einem Büssle mitfahren kann. Vorher hatte ich mir ein Video von einer Krebs-Konferenz in Berlin angeschaut, wo drei "Kolleginnen" von mir kürzlich dabei waren. Am inspirierendsten fand ich den Vortrag von Babette. Da hab ich schon auch gemerkt, dass ich mich momentan etwas aufs Abstellgleis schiebe....gar nicht mehr träume.....vielleicht doch verfrüht?

Hier ist der gesamte Link (50min), https://www.youtube.com/watch?v=Tt_MmSUP0Fk vielleicht kommt ja etwas Leerlauf in den nächsten Tagen und Du hast Lust, Dir das Video anzuschauen. Es geht darum, dass es nicht mehr angemessen ist, metastasiert an Krebs Erkrankte pauschal als "palliativ" zu bezeichnen. "Chronisch krank" wäre besser- die wirklich palliative Phase ist oft viel kürzer. Und immer mehr Menschen bekommmen Krebs und auch Metastasen aber leben damit noch ziemlich lange und werden auch noch therarapiert. Im Grunde heisst "palliativ" ja auch nur, dass man einen Mantel umgelegt bekommt, einen Mantel, der als Ziel nicht Lebensverlängerung um jeden Preis oder Heilung hat, sondern Linderung von Symptomen (palliativ-lindernd) und Erhalt der Lebensqualität. Und das stimmt ja für mich auch.

Immerhin schlafe ich ohne das Cortison wieder! Heute Nacht von 23-6 Uhr! Und weil ich diesen Tick mit dem "Synchron leben" habe, hab ich zumindest bis 9 Uhr noch mit dem Aufstehen gewartet, um den Teenager neben mir nicht zu provozieren. Hab aber gedöst und nicht etwa gewartet. Und dann bin ich aufgestanden, hab Radio angemacht, im Bad rotiert, abgewaschen, Kaffee und Milch warm gemacht, ganz ohne Rücksicht auf das weiterhin schlafende Kind. Bin dann mal rüber zu Christine und wieder zurück, danach war auch Emilia wach und auf und hat uns später Mittagessen gemacht. Mittlerweile ist auch Roberto aus Bologna eingetrudelt, nun geht das Leben zu dritt los.

So geht das dolce vita hier: schlafen, essen, nette Leute- und wieder von vorne! Morgen ist ein neuer Tag!




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