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Patentiert

  • tanja0563
  • vor 20 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Es war einmal eine Prinzessin, die nahm jeden Tag wie ein Geschenk. Und mal ehrlich- Geschenke passen manchmal nicht so 100%ig- und sich gerade daran anzupassen, bringt zusätzlich Spaß. Und sorgt dafür, daß wir flexibel bleiben!


Die Prinzessin hieß Unbaldine. Sie wusste selber, daß ihr mit dem Namen die Herausforderung in die Wiege gelegt worden war, geduldig zu sein.


Heute war so ein Tag, an dem zunächst fast so etwas wie Zeitlosigkeit vom sommerblauen Himmel zu strahlen schien. Die Runde zur Hundewiese ergab seit langem mal wieder netten Plausch mit anderen Hunden und Frank, Marlene, Gerd und Ingrid....allzu oft verpasst man sich halt.... Erst als ihr Magen anfing, seltsame Geräusche von sich zu geben, gab sie sich einen Ruck und verließ die lustige Hundewiesen-Bande, um fürs Mittagessen nach Hause zu fahren.


Unbaldine hatte seit dem Zwieback um 6 nichts mehr gegessen und bereitete sich voller Appettit ein getoastetes Brot mit Käse vor, dazu Kohlrabi, Gurke, Tomate und Aprikosen, Pfirsich und eine große Apfelschorle. Sie konnte es kaum abwarten, ihren Mittagssandwich im Garten zu genießen. Sie fragte sich noch, ob sie es allein schaffen würde, das Tablett zum Tischchen unter dem Apfelbaum zu tragen.


Da hörte sie, wie sich die Tür der Gästetoilette öffnete und ihr Mann herauskam. Sie nahm sich ein Herz und setze an, ihn um Hilfe mit dem Tablett zu bitten, da unterbrach er sie mit einem gehetzten "gleich, jetzt nicht" und eilte an ihr vorbei.


Vorbei war es da auch mit ihrer Geduld: selbst ist eben doch die Frau! Vorsichtig nahm sie die Trinkflasche mit der kühlen Apfelschorle in die eine Hand und jonglierte mit der anderen das Tablett bis zur Terrassentür, die sie mit etwas Kraft aufziehen musste. Klabatsch- verdattert blickte sie auf das unversehrte Tablett in ihrer rechten Hand, während die blöde Trinkflasche am Boden lag: der aufschraubbare Aufsatz mit Trinköffnung hatte sich einfach vom Rest der Plastikflasche gelöst und die gute Apfelschorle verbreitete sich über den Fußabtreter.


Sie stellte das Tablett draußen ab und hängte den triefenden Fußabtreter erstmal über einen Stuhl. Das gröbste Chaos war somit beseitigt und ein Rest Apfelschorle war noch in der Flasche, das würde für den Anfang reichen, sie wollte sich wahrlich nicht nochmal aufhalten lassen.


Da kam ihr Mann zurück, offensichtlich etwas irritiert: im Gästebad sei keine Flüssigseife mehr im Spender. Und im andern Bad stehe die Flüssigseife aus dem Nachfüllpack neben dem leeren Spender!!!


Unbaldine wurde ganz geduldig und erklärte es ihm: ich habe nicht das alleinige Patent zum Seife nachfüllen und ich wollte mal sehen, was passiert. Der Liter Lavendelseife fürs Gästebad steht gut sichtbar unter dem Waschbecken und die Rosenseife fürs große Bad steht, wie Du bemerkt hast obwohl es für unsere Tochter gedacht war, neben dem Spender. Und jetzt möchte wirklich endlich Essen!


Sie schaffte es wohlbehalten zum Apfelbaum und die Frage "ist das hier auf dem Parkett Apfelschorle?" beantwortete sie mit "ja". Und daß ihr Mann die Schorle aufwischte, erschien ihr nett aber auch nur allzu gerecht.




Morgen ist ein neuer Tag!!



 
 
 

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