Latein
- tanja0563
- 27. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Jaja, manche werden mich auslachen oder mit dem Kopf schütteln. Aber da waren Roberto und ich uns ja stets erfreulich einig: dass man Latein für eine gesunde Gehirngymnastik halten kann, bei der man sich nebenbei mit historischen und philosophischen Themen auseinandersetzt.
So wie der Spruch von Marc Aurel, an den Jens mich heute erinnerte: Quidquid audimus, opinio est, non factum. Quidquid videmus, perspectiva est, non veritas. („Alles, was wir hören, ist eine Meinung, keine Tatsache. Alles, was wir sehen, ist eine Perspektive, nicht die Wahrheit.“)
Doreen, die mich morgen besuchen kommt und vor 35 Jahren mit mir die Schulbank im "Latein wahlfrei" drückte, gehört auch zu denen, die darüber lachen wird und nicht nachvollziehen kann, dass Emilia und ich ein bisschen traurig darüber sind, dass im Vatikan unter Papst Leo XIV. das Lateinsprechen wohl allmählich abgeschafft werden wird.

Im Chor haben wir passenderweise heute auch viel auf Latein gesungen. Und auf italiensich!
Und das ist auch gesund!

Und wenn das Singen nicht wegen der Sprachen gesund ist, dann wegen des Singens!! Mir hat es jedenfalls soo gut getan! Vorher war ich so schlapp, dass ich vermutlich nicht zur Probe gegangen wäre, wenn Hanna (mit Heike) mich nicht abgeholt hätte. Während der Probe sollten wir -aus musikpädagogischen Gründen- immer wieder aufstehen und im stehen singen. Ich bleibe dann zwar meist sitzen, aber es fühlt sich wie "sitzenbleiben" an.
Aber wenn ich aufstehe und im Stehen mitsinge, ist das so anstrengend, dass ich kaum noch Luft zum singen habe und mir der Schweiß ausbricht. Also sitzen bleiben. Immerhin haben wir heute besonders viele Lieder gesungen, die ich aus dem Evergreen-Chor gut kenne und sicher singen kann. Das ist zwar bei 18 (!) andern Sopranistinnen nicht so relevant (im Evergreen-Chor sind Leonie und ich alleine im Sopran!) aber fühlt sich trotzdem gut an.
Heute nacht werde ich jedenfalls viele Ohrwürmer haben und mich nicht wundern, wenn ich nicht schlafen kann, das ist am Chemo-Tag ja oft so. Aber morgen.....ist ein neuer Tag! Und bald kann ich meinen Adventskalender auspacken!!
Und zum Ende noch ein Spruch von Mark Aurel: "Mors omnibus arridet; solum quod possumus facere est rursus arridere."
Der Tod lächelt allen zu; das Einzige, was wir tun können, ist, zurückzulächeln. : )

PS: Ich will diesen Blogeintrag ja nicht ausarten lassen. Aber eine total süße und zum Thema passende Fabel aus dem Buch "vom Einhörnchen das rückwärts leben wollte" kannst Du hier noch nachlesen: Vom Werwolf, der ein Wiewolf sein wollte: https://zamonien.fandom.com/de/wiki/Der_Werwolf,_der_ein_Wiewolf_sein_wollte




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