Besser!
- tanja0563
- vor 2 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Rückblickend kann ich sagen, dass ich heute besser dran war. Für den armen Christian war mein aktueller Zustand, verglichen mit einer Woche vorher, wohl trotzdem ein kleiner Schreck. Naja- das Frühstück im Wissenschaftszentrum haben wir uns trotzdem schmecken lassen. Und ein Mitbringsel aus Kopenhagen gab es auch für mich: schöne Spielkarten mit bedeutenden Schriftstellern. Das passt ja! Gerade hatte ich darüber nachgedacht, dass ich Wolf es da wirklich wie der Fuchs halte, der die Trauben zu sauer findet, an die er nicht kommt. Und sich stattdessen an den Früchten erfreut, die in Reichweite wachsen. Damit meine ich, dass ich nicht dem Autofahren, dem Radfahren und Wandern hinterherweine, sondern eben die Dinge in Angriff nehme, die ich immernoch machen kann: Lesen und Schreiben zum Beispiel!

Roberto hat mich danach zum Johanniter-Krankenhaus chauffiert. Dort bin ich ohne Rollator, nur mit den Stöcken, zur Onkoambulanz marschiert. Und welche Überraschung: es gibt ENDLICH Wartenummern!! Das Schlangestehen vor dem Sekreteriat war jahrelang soo unwürdig!
Ich war einen Monat nicht dort gewesen, hatte mit der Ärztin ja auch keinen Termin und brauch mich nicht zu wundern, dass sie mich zwar wahrgenommen aber mehr oder weniger ignoriert hat. Ich wollte ja auch nur Rezepte für Ibu, Pregabalin und Novalgin. Schwester Christine hatte trotzdem die drei Sekunden, mir im Vorbeigehen zuzulächeln und verschwörerisch "lange nicht gesehen" zuzuraunen.
Auf dem Rückweg haben wir noch das Auto geladen und ich bin mit dem Stöcken die 200m nach Hause gelaufen. Super! Apropos Auto- mein gutes Gefühl hat mich wohl getäuscht... ich bin ja aber auch grenzenlos naiv. Jedenfalls kam um 12 Uhr mittags eine email vom potentiellen Käufer, die dann doch auch mich skeptisch gemacht hat. Egal- nun warte ich erstmal Ostern ab.
Ansonsten haben so Kleinigkeiten wie Wippen zur Musik, die Alben von Clueso, Max Giesinger und Johannes Oerding anhören und Socken stopfen schon einen Unterschied zu gestern und den Tagen davor gemacht.
In Sachen Haaren hat Emilia ein bisschen nachgearbeitet und vielleicht sieht meine Hinterkopfglatze nun etwas weniger doof aus. Aus Frankreich ist mir ein geringelter Hanfhut angekommen, den möchte ich tragen, wenn das Mützenwetter vorbei ist. Und eine liebe Nachbarin hat uns selbstgemachten Bienenstich gebracht! Wie süß ist das denn!!

Nach Flammkuchen zum Abendessen und einer französischen Komödie (Voilà, Papa! - Der fast perfekte Schwiegersohn) gab's noch The Voice Kids, da war ich zwischendurch ganz schön gerührt. Und morgen ist ein neuer Tag.




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