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  • tanja0563
  • vor 22 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Nun zwei Tage durchatmen, nette Menschen treffen, dann Montagmittag die vorerst letzte Bestrahlung und das Abschlußgespräch. Wahrscheinlich sollte ich dem Doc dann nochmal meinen Respekt zollen.....13 Hirnmetastasen wegzubeamen ist nicht so ganz üblich.


Ich bin nun kräftemäßig echt an der Talsohle angekommen. Ich tue ganz langsam nichts und schwitze vor Anstrengung. Aber ich habe eigentlich kaum Schmerzen. Zwischendurch frage ich mich dann "oder stell ich mich an?" aber in anderen Momenten kommt mir der Gedanke, dass ich so ein Kandidat bin, der vor lauter Pläne schmieden und nächste kleine Ziele erreichen gar nicht merke, wenn ich dabei einfach sterbe. Das wäre dann wohl auch nicht die schlechteste Art dafür, oder? Heute war erstmal Welttag des Schlafes. Zumindest Edo hat den gefeiert ; )



Im Moment denke ich viel an meinen Papa, der sehr aktive Kreuzwort-Rätsel Zeiten hatte und auch viel gelesen hat. Besonders ist mir Erinnerung, dass es ihn beeindruckt hat, als er las, dass man im Grunde nur einen sehr kleinen Teil seines Gehirns (10% oder so) überhaupt nutzt. Jedenfalls ist von meinem Gehirn neben (hoffentlich) Tot-Metastasen und Ödemen irgendwie grad auch nicht viel übrig, so fühlt es sich zumindest an. Aber das kann sich ein ein paar Tagen auch schon wieder ganz anders anfühlen.



Heute habe ich außer dem Bestrahlungs-Akt und einer kleinen Edo-Runde über Wondrak von Janosch gelesen. Zudem schön telefoniert. Mittagessen vor der Bestrahlung war irgendwie ein leckeres Kürbisbrot mit gutem Käse-fast wie vom Markt- gewesen, weil ich mir zum Frühstück Haferbrei mit Banane und einen schönen Kaffee ins Bett in die Sonne geholt hatte und dann lange keinen großen Hunger hatte. Dafür ausgiebig geduscht und gecremt.



Am Nachmittag hab ich als Trainingsprogramm sogar rötliche Wollpullis gewaschen. Also zweimal die Kellertreppe hoch und runter!! Die hellen Wollpullis möchte ich erst ganz lange einweichen, dann waschen und an der Sonne trocknen lassen.


Dann hatte ich mich noch auf eine kleine kreative Aufgabe gefreut und für die Zwischenzeit Bofrost Chickken Tikka IM KOCHBEUTEL (!!) auf dem Herd. Es ist mir peinlich, aber es ist mir am Ende angebrannt. Nun gab es den Reis eben mit Zitronen-Lachs-Filettinis. Lecker.


Hervorheben möchte ich für die, die auch langsameren Lesarten aufgeschlossen sind, das ganz tolle Buch "Mein drittes Leben" von Daniela Krein. Es hat mich die ganze Woche als Hörbuch begleitet, gerade durch die eher schlafarmen Nächte. Mir hat es sehr gut gefallen- danke für den Tip an Hanna.



Klappentext: Sie hat alles gehabt und alles verloren: Sekunden der Unachtsamkeit kosten ihre einzige Tochter das Leben. Tief sieht Linda in den Abgrund und wäre beinahe gefallen, doch da sind hauchfeine Fäden, die sie halten - die Hündin Kaja, die steten Handgriffe im Garten, das Mitgefühl für andere. Wie viel Kraft in ihr steckt, ahnt sie erst, als sie zurückfindet in einen Alltag und zu sich selbst.


Auch eine Art, den größten Ängsten zu begegnen......


Aber morgen ist ein neuer Tag!!!

 
 
 

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