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Zehnmal

  • tanja0563
  • vor 1 Stunde
  • 2 Min. Lesezeit

Ok, hier der Bericht vom Besuch beim Strahlen-Therapeuten bzw Radio-Onkologen heute: Morgen Mittag ist das Planungs- CT und ein MRT vom Kopf wird auch gemacht. Meine Sorge, dass man da eventuell auch andere unschöne Dinge finden könnte, wischte Dr Rief souverän weg: "Wenn wir da Hirnmetastasen finden, dann machen wir die direkt mit weg". Ich denke, die Fortschritte in der Strahlentherapie in dfen letzten 5 Jahren sind wirklich unglaublich.


Dass eine Fraktionierung, also eine Aufteilung, auf 10 Sitzungen passt, konnte er aber schon sagen. Das ist deutlich weniger als 28 oder 20 (wie sonst) aber schon mehr als 3 oder 5 (wie ich gehofft hatte). Naja. 3.-16.3. steht noch nicht soviel bei mir im Kalender- nun kann ich zehnmal Bestrahlung eintragen. Leider weiß ich die Uhrzeiten noch nicht.


Die Haare könnte ich dort am Hinterkopf oder auch überall am Kopf verlieren. Eigentlich müssten die danach aber wieder nachwachsen. Wenn sie denn überhaupt ausfallen. Mein nächster Friseurtermin ist eigentlich am 17.3.- haha, das passt ja.


Ja- was soll ich sagen. Es hat schon auch ein bisschen mit "wollen" zu tun. Heute morgen war ich echt hin und her gerissen. Einerseits fand ich mich echt noch schlapp und müde und ich wäre auch wohl gerne noch liegengeblieben. Aber anderseits habe ich noch einiges vor und als Nahziel war abgemacht, dass um 8 die Nachbarin Nicole kam um mit mir und Edo eine Runde zu drehen. So haben wir es dann auch gemacht und es ging.


Der Radio-Onkologen-Termin war um 11.30 vorbei und Emilia erwartete ich zu 13 Uhr. Wieder war ich hin und her gerissen: Salat einkaufen und Falafel braten oder direkt nach Hause, Pause und was simpleres zum Mittagessen?


Ich WAR einkaufen und es gab Falafel und von den 16 Bällchen hat Emilia bestimmt 10 gegessen, so lecker waren die. Das war so eine Fertigmischung, die man mit kochendem Wasser anrührt, quellen lässt und dann die Bällchen draus formt, die man in Öl ausbackt. Im Ofen soll das wohl auch gehen, aber das hatte ich nicht in so guter Erinnerung. Der Duft von heißem Öl ist nun die Erinnerung an das leckere Mittagessen heute....aber auch die Erinnerung daran, dass man halt doch ganz oft eine Entscheidung treffen kann.


Irgendwann werde ich die Kraft nicht mehr haben. Und dann ist das auch OK. Der Tod von Rita Süßmuth hat es mir nochmal so deutlich gezeigt: sterben tun wir alle irgendwann. Und "zu früh" ist es immer. Schlimmer ist ja wohl, wenn man nicht mehr mag, aber nicht sterben kann. Gestern, als es um den Tod von Franz Beckenbauer ging in WWM, dachte ich "ups, das hatte ich schon ganz vergessen oder irgendwie nicht mitbekommen. Da ist der also gestorben- und hat es auch überlebt"....

Damit meinte ich glaub ich, dass er halt nicht vergessen ist. Das finde ich ganz wichtig. Solange man noch in der Erinnerung von jemand weiterlebt, ist man doch gar nicht richtig tot.


Heute steht noch Chor auf dem Programm und morgen ist ein neuer Tag!






 
 
 

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