Termine
- tanja0563
- vor 2 Stunden
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Eigentlich bin ich ja in Pause, aber irgendwie ist doch immer was. Statt mich über Besuch von Birgit zu freuen, wurde mir für 11 Uhr ein Termin mit der Strahlentherapie der UkB vereinbart. 10 Uhr abholen im Rollstuhl, 12 Uhr war ich wieder da- tja. Vielleicht morgen.

Es ging um die Aufklärung für die Bestrahlung, die man aber erst planen/machen kann, wenn die Klammern (Nahtersatz) weg sind, also in 10 Tagen.
Die Radioonkologin war echt nett und als sie am Ende ihre Chefin dazurief, hatte ich das Gefühl, dass ich mit zwei Bekannten zusammensitze und nur noch der (alkoholfreie) Prosecco fehlt. Die Prof. Dr. med. Eleni Gkika kenne ich auch vom Runden Tisch glaube ich.
Es wird vorraussichtlich 14 Bestrahlungen brauchen, um die befallenen Wirbel und das Rezidiv an der Blase (darüber hatte ich noch nicht berichtet, weil es im Vergleich zum Rest nicht so wichtig war) zu eliminieren. Sogesehen könnte ich -grob geschätzt- zu meinem Geburtstag eigentlich fertig sein.
Gut fand ich, dass sie meinte, dass die Müdigkeit von der Bestrahlung weniger stark als bei der stereotaktischen Hirnbestrahlung ausfallen könnte.
Apropos Müdigkeit: hab gut aber nicht viel geschlafen- und das auch über den Tag nicht nachgeholt. Blicke darum optimistisch in die Nacht.
Bloss den Auftritt von Dr. J gerade muss ich noch verarbeiten: der kam hier so schwungvoll frech reingestürmt, dass ich ihm erstmal spontan "ho ho ho" entgegen warf. Ich fand das echt respektlos und auch beängstigend.
Er wollte einen Medikamentenplan, also welche Tabletten ich nehme. Den Plan hatte ich Sonntag noch feinsäuberlich aufgeschrieben und hab ihn nach etwas nervöser Sucherei auch gefunden und er konnte ihn abfotografieren.
Da bekomme ich tendenziell ja schon ein schlechtes Gewissen, weil ich mir so manches aus Erfahrung und meinem Fundus eher selbst verordnet habe. Im Nachhinein hat Prof Ko das immer bestätigt, aber in Ordnung ist das natürlich trotzdem nicht.
Hier geht es aber um das Hydrocortison (und Fludrocortison um die seit 2019/2020 fehlenden Nebennieren zu substituieren). Bei schwerem Stress oder einer OP muss das auch hochdosiert substituiert werden. Dann ist's aber auch wieder gut. Es wurde bislang nie ausgeschlichen.
Das "normale" Cortison bekam ich sehr hoch dosiert während der Hirnbestrahlung im März. Es wurde dann ausgeschlichen. In Italien und bis nochmal Ende April hab ich die letzte, geringste Dosis noch genommen, weil ich das Gefühl hatte, es tut mir gut. Hm- das zählt wohl nicht.
Mein Argument, dass mir meine Lebenszeit zu schade fürs Wartezimmer ist, zieht ja auch nur, solange es gut geht. Morgen früh soll ich jedenfalls nüchtern bleiben und es wird Blut abgenommen.
Naja- ich probier's mal mit Kamillentee nach diesem schwungvollen Auftritt am Krankenbett.... darauf kann ich echt verzichten.
Morgen ist ein neuer Tag!!




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