Füller und Licht
- tanja0563
- vor 1 Stunde
- 3 Min. Lesezeit
Die Überschrift "kleine Schrittte" hätte auch gepasst, aber die habe ich in den verganenen 3 Jahren schon viel zu oft verwendet, glaube ich. Dabei fällt mir ein- ziemlich genau heute vor drei Jahren habe ich mit dem Blogschreiben begonnen!
Hab's nachgeschaut: Ja, 11.2.23 fing alles an. Puh, damals war noch von Oligo-Metastasierung die Rede. Das ist nun passé, da das Metastasen-Wachsum 2025 ja doch an mehr als "einigen" Stellen nicht mehr zu leugnen war. Aber darum ja der Port und neuerliche die System-(Chemo)-Therapie. Die ja mehrfach (Juli, September, Januar) auch schon den Anschein erweckte, ihren Job zu machen. Also bin ich einfach mal optimistisch, dass der Effekt anhält, auch wenn ich nun in Chemo-Pause bin.
Diese Pause von dem Gift und auch vom ständigen Gerenne ins Krankenhaus tut mir sooo gut! Endlich kommt irgendwie ein bisschen Ruhe rein und ich komme allmählich wieder dazu, lang liegengebliebene Dinge zu machen. Seien es die Füller, die ich ja irgendwann mal toll ausgewaschen hatte, aber die seitdem zum Trocknen auf meinem Tischchen lagen. Also seit Wochen!! Anfang der Woche habe ich die alle wieder erfolgreich in Betrieb genommen.
Oder heute bat ich Emilia, mir doch endlich mal ein Licht an das Regal hinter meiner Liege im Wohnzimmer zu machen. War gar kein großes Thema - aber ist soo eine Erleichterung! Warum Emilia? So mehrschrittige Aufgaben (Lampe abklemmen, neue Stromversorgung sichern, Lampe anklemmen...) finde ich doch irgendwie besonders anstrengend. Naja. Verutlich hätte ich es irgendwann auch selber geschafft. Jedenfalls kann ich hier nun sehr bequem mit Blick nach draußen die nächsten Bücher für den Lesekreis lesen. Das nächste habe ich ja selber vorgeschlagen, das habe ich zwar nun nochmal mit Blick auf die Besprechung am 6.3. gelesen, aber habe gestern mit "Ostende" angefangen und höre "offene See" als Hörbuch und freue mich auf "Die Stimme".

Heute war ich ja beim Pilates. Das hat prima geklappt. Der Lehrer ist sehr auf mich eingegangen, meinte Marlene. Ich hatte ihm vorher erklärt, dass ich vieles viellicht nicht mitmachen kann und er hat zwischendurch immer wieder dran erinnert "sei nett zu Deinem Körper". Nachdem es im Stand losging, habe ich recht schnell die Übungen im Knien gemacht, weil ich einfach nicht gut so lange stehen kann. Und was war? Er ist auch auf die Matte runter gegangen und hat gezeigt, wie man die Übung eben im Knien machen kann. War insgesamt sehr befriedigend für mich. Und von den anderen 39 (!) hat sich auch keiner beklagt. Marlene fliegt morgen nach Indien und Nepal; ich werde in den Wochen ihrer Abwesenheit fleißig weiter Pilates be Maila machen und bin gespannt, ob es schon besser geht, wenn sie wiederkommt.
Im Anschluss habe ich noch ein paar Kleinigkeiten im Lidl erstanden, auch Miesmuscheln, die ich ja so gerne mag. Und zum ersten mal habe ich nicht Roberto gefragt, ob er mitessen will. Wie um das zu bestätigen, gab es abends Ofengemüse mit Dorade- wieder so ein typisches Roberto-Essen. Wir mögen Meeresfrüchte halt beide gerne und ich habe das alles durch ihn erst kennengelernt vor 25 Jahren. Aber es wäre doch sentimentaler Quatsch, Meeresfrüchte nur in seinem Beisein zu genießen, oder?? Mir hat es jedenfalls so genauso gut geschmeckt ; )


Ab morgen hat Emilia schon wieder frei: aber die "Brauchtumstage" bis Dienstag sind eine erste Sache und um 8 treffen sie sich morgen mit mehreren bei einer Freundin um sich für den Sturm aufs Rathaus in Beuel fertig zu machen. Ich halte hier die Stellung und halte Kartoffelsalat und Würstchen bereit, wenn es zwischen dem Feiern mal schnell gehen muss mit dem Essen...
Immerhin bin ich morgen zum Frühstück im Wissenschaftszentrum verabredet, wo man an Weiberfastnacht auch auf ziemlich gute Laune gefasst sein muss ; )




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