Abenteuer Uniklinik
- tanja0563
- vor 2 Tagen
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Einen großen Korb Erdbeeren habe ich mir auf dem Heimweg gegönnt. Als Belohnung. Lange habe ich darüber nachgedacht, was für mich so schwierig war heute Vormittag zwischen 9 und 14 Uhr. Es ist wohl einfach das ausgeliefert sein, das "nicht wissen". Im Kontrast dazu war die Stunde, die ich auf Roberto gewartet habe, bis er mich abholen konnte, total angenehm: Ich war sicher, dass er kommt und dass er in einer Stunde kommt. Ich bin im Gras liegend sogar fest eingeschlafen und habe die Sorge eines Passanten auf mich gelenkt ("Ist alles in Ordnung mit Ihnen?").
Am Morgen war es hingegen so, dass bei der "stationären Aufnahme Neurochirurgie" ohne Nummer die Namen derer aufgerufen wurden, die wohl -wie auch ich- gefragt hatten, ob man gar keine Nummer ziehen kann. Zwischen den einzelnen Aufrufen vergingen bestimmt 20 Minuten. Ich war die letzte in der Reihe. Endlich dran haben dann zwei Damen ganz innovativ gleichzeitig Blut abgenommen und Papiere vorbereitet, die zu unterzeichnen waren. Dann wurde ich auf Station 3 geschickt, wo ich meine "Akte" abgeben und im Wartebereich Platz nehmen durfte. Mehr wurde mir nicht verraten.
Ich habe Kaffee getrunken, Zeitung gelesen, mein Buch gelesen, eine Toilette aufgesucht, die war vorher auch Ewigkeiten besetzt. Weitergelesen, ein Schnack mit einem frisch operierten, ...es vergingen echt 2 Stunden. Dann hab ich zuerst nachgefragt und dann ein bisschen "Revolte" gemacht: bin ins Erdgeschoss zum CT und habe, nach wiederum langem warten, das ohnehin angemeldete CT machen lassen. Bin zum Vorzimmer von Prof. Vatter und habe der Sekretärin mein Leid geklagt und mich für ihr Ohr bedankt. Habe mir ein der Cafeteria eine Grundlage für die nächste IBU gekauft (Baguette mit gegrilltem Gemüse) und bin zurück zur Station 3. Habe mich echt gefragt, ob ich mich vertrauensvoll in solch eine Station geben will, wo doch offensichtlich nix funktioniert. Und dann eine Beruhigungstablette genommen. Die sind dafür zwar nicht gedacht, aber egal.
Irgendwann haben dann eine nette Narkoseärztin und eine besonnene Neurochirurgin ganz in Ruhe erklärt, was am Montagmittag (in 6 Stunden) gemacht werden wird. Das war richtig gut. Prof. Vatter kam dann mit anderen Oberätzten und stellte sich weiteren Fragen. Meinen Unmut über den Vormittag habe ich hier nochmal angebracht und Verständnis geerntet. Alle meine speziellen Bedürfnisse (BITTE Einzelzimmer wegen Stoma, genug Hydrocortison während der OP, genug Schmerzmittel nach der OP,...) habe ich angebracht. Tja. langweiliges Abenteuer.
Zuhause habe ich mir einen Salat mit Burrata gemacht. Emilia ging dann los mit ihrer Clique Grillen am Rhein (?) und ich habe mal den Weg mit dem Blitz (und Edo) zur Pauluskirche ausprobiert. Da wurde in den Mai gefeiert und ich habe immerhin einen Moment mit Hanna und Konstanze zusammengesessn und Angelika gesehen. Schön!

Morgen ist ein neuer Tag, ich freu mich drauf: Monika holt mich ab und bei Marianne und Klaus-Werner in Oberwinter sind wir eingeladen, den Mai anzusingen!! Das wird bestimmt schön!!




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